Alle ausbildenden Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulen melden die auf den 15. Juni bezogenen Daten über das Webportal im Rahmen einer Prognose zu den Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG), die in 2020 starten.

 

Die Frist für die Meldung der Daten zum 15. Juni 2019 ist keine Ausschlussfrist.

Meldung der Träger der praktischen Ausbildung zum 15. Juni 2019 nach § 30 Absatz 4 PflBG i.V.m. Anlage 2 § 5 Absatz 1 Pflegeberufe- Ausbildungsfinanzierungsverordnung (PflAFinV) zu der voraussichtlichen Zahl der Ausbildungsverhältnisse und der voraussichtlichen Ausbildungsvergütung



Es ist ausreichend, wenn die praktischen Einrichtungen (Krankenhäuser, stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen) die voraussichtliche Zahl der Auszubildenden (aufgeschlüsselt in Vollzeit und Teilzeit) und die voraussichtliche Ausbildungsvergütung melden.

Die Daten zu den Ausbildungsverhältnissen sind zu schätzen, soweit sie aufgrund des zeitlichen Vorlaufs noch nicht vorliegen. Soweit Einzelangaben gefordert, aber noch nicht bekannt sind, ist N.N. einzutragen. Konkrete Angaben sind zu übermitteln, sobald sie vorliegen.

Meldung der Pflegeschulen zu den voraussichtlichen Schülerzahlen zum 15. Juni 2019 nach § 30 Absatz 4 PlfBG i.V.m. § 5 Absatz 1 (PflAFinV)



Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz sieht als Grundlage für die Meldung der voraussichtlichen Schülerzahlen zum 15. Juni 2019 durch die Pflegeschulen die durchschnittliche Zahl der Schüler des ersten Ausbildungsjahres (inklusive der Zahl der Umschüler) in den letzten drei Kalenderjahren an. Abweichungen sind gesondert zu begründen.

Bei Aufnahme des Betriebs einer Pflegeschule sind Nachweise vorzulegen, die die Bildung mindestens einer Klasse für die Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz plausibilisieren. Dies sind z.B. Interessensbekundungen von kooperierenden Praxiseinrichtungen (besonders der Partner im Krankenhausbereich) und vorläufige Schüleranmeldungen.

 

Meldung der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen gemäß § 11 Absatz 2 PflAFinV zum 15. Juni 2019



Zwischen den Kostenträgern und den Vereinigungen der Träger der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen im Freistaat Sachsen wurde ein pauschaler Aufteilungsschlüssel für den Anteil an Vollzeitäquivalenten (VZÄ) auf Pflegeleistungen nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) angesetzt. Der Anteil beträgt 40 Prozent der in dem ambulanten Pflegedienst zum Stichtag beschäftigten oder eingesetzten Vollzeitäquivalente. Ein Vollzeitäquivalent entspricht 40 Wochenstunden. 

Beschäftigt oder eingesetzte Vollzeitäquivalente der Pflegefachkräfte nach § 11 Absatz 2, Satz 1 PflAFinV sind alle Pflegekräfte, die zum Stichtag 15. Dezember des Vorjahres des Festsetzungsjahres in der Versorgung der Patienten hätten eingesetzt werden können. Einzubeziehen sind auch eingesetzte Leiharbeitnehmer oder Leiharbeiternehmerinnen.

Nicht einzubeziehen sind danach die Pflegekräfte, die außerhalb der Entgeltfortzahlung beim Arbeitgeber weiter beschäftigt sind. Dies sind z.B. Beschäftigte mit Langzeiterkrankung oder solche, die wegen der Inanspruchnahme der Elternzeit oder des Mutterschutzes nicht erwerbstätig sind.

Dieser Aufteilungsschlüssel gilt auch für die ambulanten Pflegedienste für die Aufteilung des Finanzierungsbedarfs nach § 12 Abs. 1 PflAFinV.

 

Hinweis zur Meldung der Daten von derzeitigen Schülern und Auszubildenden:



Nach § 5 PflAFinV  i.V.m. Anlage 2, I Nr. 3 hat die Meldung der derzeit in der Ausbildung befindlichen Personen bis zum 15.  Juni des Festsetzungsjahres zu erfolgen. Es handelt sich bei der diesjährigen Meldung ausschließlich um die Festsetzung für die generalistische Ausbildung nach PflBG für den Finanzierungszeitraum 2020. Ausbildungen zum Kranken- oder Altenpfleger, die nach dem AltPflG oder dem KrPflG begonnen wurden, werden nach den bisherigen Vorschriften einschließlich der Kostenregelungen weitergeführt. Eine Finanzierung über den Ausbildungsfonds nach PflBG (SAFP) ist ausgeschlossen. Im Jahr 2019 sind daher keine Daten zu bestehenden Ausbildungsverhältnissen zu melden.

 

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